„Die wirksame Kommunikation der Werte und Inhalte der eigenen Planungsarbeit und die der angebotenen Einrichtungsgegenstände ist die Aufgabe, die sich das Modus-Team gestellt hat. Werte und Inhalte? Modus wählt sorgfältig aus, Funktionalität, Reduziertheit, Langlebigkeit, Qualität der Gestaltung, des Materials und der Verarbeitung sind die Kriterien. Was diese Qualitäten für den Benutzer bedeuten können, wie er sie bewusst wahrnimmt und wie sich diese Sehweisen auf andere Lebensbereiche übertragen lässt, darauf verwendet das Team seine ganze Schaffenskraft. Dieses Engagement ist eine Art intensives anspruchsvolles kulturelles Sensibilisierungswerk. Sensibilität muss gelernt bzw. wiedererlernt werden, weil sie die Voraussetzung ist, um die Botschaften, die in jedem Gegenstand versteckt sind, entziffern und somit sehen können.

 

Es gibt tatsächlich so etwas, wie eine Sprache der Dinge, die zu verstehen ein Beherrschen der Grammatik, eine Kompatibilität voraussetzt. Dieses Sehen und Verstehen bereichert, weil es dazu führt, dass die Dinge um uns herum auch emotional optimal wirken können. Mit dem richtigen Verständnis lässt sich die in vielen Sachen abgelagerte kreative Energie, mit der die Materie kulturell aufgeladen wurde, erfahren, und somit wird die Seele des Objekts sichtbar.

 

Ob Bertolt Brecht diesen Prozess gemeint hat, als er sagte, dass ein bekannter Gegenstand aus seiner Unauffälligkeit herauskommen müsse, um erkennbar zu werden? Die Erkennbarkeit wird für viele verstellt durch die optische Reizüberflutung und die materielle Ausrichtung der Gesellschaft bei gleichzeitiger Vernachlässigung der Spiritualität. Gegen diese Tendenz arbeitet Modus an als Mittler zwischen kreativer Energie und Markt. Tagtäglich wird versucht, durch Ausstellungen, Beratungen und Sondierungen den kulturellen Input der Dingwelt für immer größere Kreise erkennbar zu machen.“

 

(Jan Teunen, Schloss Johannesberg)

Ute Musiolek, Geschäftsführerin
Michael Müller-Schwarz, Geschäftsführer